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Schlaf und Gewicht: Was ist der Zusammenhang?

Schlaf hat einen direkten Einfluss auf Ihr Gewicht: Zu wenig Schlaf stört die Hormone, die Hunger und Sättigung regulieren. Entdecken Sie, wie eine bessere Nachtruhe Ihren Abnehmprozess unterstützt.

Rosemarie Koning
Medizinisch geprüft vonRosemarie Koning · Pflegefachkraft

Lebensstil

Schlaf und Gewicht: Was ist der Zusammenhang?

Schlaf hat einen direkten Einfluss auf Ihr Gewicht: Zu wenig Schlaf stört die Hormone, die Hunger und Sättigung regulieren. Entdecken Sie, wie eine bessere Nachtruhe Ihren Abnehmprozess unterstützt.

Rosemarie Koning
Geschrieben vonRosemarie Koning · Pflegefachkraft
5 Min.
Vrouw slaapt rustig op haar zij tussen zachte witte dekbedden en kussens in een licht bed.

Die Wissenschaft hinter Schlaf und Gewichtsregulation

Während des Schlafs produziert Ihr Körper Hormone, die eine entscheidende Rolle bei der Regulierung Ihres Appetits und der Fetteinlagerung spielen. Leptin, das Sättigungshormon, nimmt bei einer guten Nachtruhe zu, während Ghrelin — das Hungerhormon — sinkt. Bei chronischem Schlafmangel gerät dieses hormonelle Gleichgewicht aus dem Takt, was zu mehr Appetit und einem höheren Risiko für Übergewicht führt.

Die Wissenschaft hinter Schlaf und Gewichtsregulation

HormonWirkung bei gutem SchlafWirkung bei Schlafmangel
LeptinSteigt an, hemmt den AppetitSinkt, mehr Hungergefühl
GhrelinSinkt, weniger AppetitSteigt, mehr Appetit
CortisolNiedrig, weniger FetteinlagerungErhöht, mehr Bauchfett

Wie viel Schlaf brauchen Sie für ein gesundes Gewicht?

Studien zeigen, dass Erwachsene im Durchschnitt sieben bis neun Stunden Schlaf pro Nacht benötigen, damit ihr Stoffwechsel optimal funktioniert. Menschen, die dauerhaft weniger als sechs Stunden schlafen, haben ein deutlich höheres Risiko für Übergewicht und Typ-2-Diabetes. Schon eine Woche Schlafmangel kann messbare Veränderungen der Insulinsensitivität verursachen.

Wichtig

Wer dauerhaft weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, erhöht sein Risiko für Übergewicht um bis zu 30 Prozent. Behandeln Sie Ihre Nachtruhe deshalb als eine ebenso wichtige Säule Ihrer Gesundheit wie Ernährung und Bewegung.

Schlaf ist kein Luxus, sondern eine medizinische Notwendigkeit. Wer seine Nachtruhe ernst nimmt, legt die Grundlage für ein gesünderes Gewicht und ein längeres Leben.
Prof. dr. Els de GrootProfessor für Schlafmedizin, Amsterdam UMC

Praktische Tipps für eine bessere Nachtruhe

Eine konsistente Schlafroutine ist der wichtigste Schritt zu besserer Schlafqualität: Gehen Sie jeden Tag zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf, auch am Wochenende. Beschränken Sie die Bildschirmnutzung in der Stunde vor dem Schlafengehen, denn blaues Licht unterdrückt die Bildung von Melatonin. Sorgen Sie außerdem für ein kühles, dunkles Schlafzimmer mit etwa 18 Grad Celsius für optimale Schlafbedingungen.

Wichtigste Erkenntnisse

  • Halten Sie einen festen Schlafrhythmus ein, auch am Wochenende
  • Vermeiden Sie Bildschirme und helles Licht in der Stunde vor dem Schlafengehen
  • Halten Sie Ihr Schlafzimmer kühl (±18°C) und vollständig dunkel
  • Beschränken Sie Koffein nach 14:00 Uhr und Alkohol kurz vor dem Schlafen
  • Nutzen Sie Entspannungstechniken wie Atemübungen, um Ihren Geist zur Ruhe zu bringen

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Schlaf als Teil Ihres medizinisch begleiteten Abnehmprogramms

Bei Wellis betrachten wir Schlaf als integralen Bestandteil eines erfolgreichen Abnehmprogramms, neben Ernährung und Bewegung. Unsere Ärzte und Schlafspezialisten arbeiten zusammen, um mögliche Schlafstörungen wie Schlafapnoe frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, da diese Erkrankungen das Abnehmen erheblich erschweren können. Ein persönlicher Schlafplan, abgestimmt auf Ihren Lebensstil, ist Teil unseres ganzheitlichen Ansatzes.

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Medizinischer Hinweis. Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung. Wenden Sie sich bei Fragen zu Ihrer Gesundheit immer an Ihren Arzt oder eine andere qualifizierte medizinische Fachkraft.

Quellen

  1. 1.Spiegel K, Tasali E, Penev P, Van Cauter E. (2004). Schlafmangel bei gesunden jungen Erwachsenen senkt Leptin, erhöht Ghrelin und steigert Hunger und Appetit. Annals of Internal Medicine, 141(11), 846–850.
  2. 2.Cappuccio FP, Taggart FM, Kandala NB, et al. (2008). Meta-Analyse zu kurzem Schlaf und Adipositas bei Kindern und Erwachsenen. Sleep, 31(5), 619–626.
  3. 3.Van der Berg JF, Knvistingh Neven A, Tulen JH, et al. (2008). Aktigraphisch gemessener Schlaf und kognitive Funktion bei älteren Menschen: die Rotterdam-Studie. Acta Psychiatrica Scandinavica, 117(2), 144–152.
Rosemarie Koning

Geschrieben von

Rosemarie Koning

Pflegefachkraft

Rosemarie Koning ist Krankenpflegerin bei Wellis, mit Fokus auf Hausarztmedizin und Lebensstil. Sie ist verantwortlich für Intake und Nachsorge und bietet klare Erklärungen und persönliche Begleitung während des gesamten Behandlungsverlaufs.